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Verfahren und Methoden

Zuletzt geprüft 30. Mai 2026

Unwuchtkorrektionsmethoden: Schweißen, Bohren oder Gewichte?

Sobald der Schwingungsanalysator die erforderliche Korrektionsmasse und den Winkel berechnet hat, in dem sie anzubringen ist, beginnt die kritischste praktische Phase — die physische Korrektur der Unwucht. Die Wahl der Methode hängt von der Rotorkonstruktion, den Betriebsbedingungen und der erforderlichen Genauigkeit ab.

Methode 1: Aufschweißen von Gewichten (die zuverlässigste)

Dies ist die am häufigsten verwendete und zuverlässigste Methode für die meisten Industrierotoren (Ventilatoren, Brecher, Landmaschinen).

Wann zu verwenden:

  • Bei Stahl- und Graugussrotoren.
  • Wenn maximale Befestigungszuverlässigkeit erforderlich ist.
  • Unter Bedingungen mit hohen Temperaturen, Stoßbelastungen oder abrasivem Verschleiß.

Korrekt schweißen:

  1. Oberflächenvorbereitung: den Schweißbereich sorgfältig bis auf blankes Metall reinigen.
  2. Gewicht wählen: Stahlplatten der entsprechenden Masse verwenden.
  3. Schweißen: die Platte rundum schweißen. Die Schweißnaht muss durchgehend und von guter Qualität sein.

Gefährlich: Ein Korrektionsgewicht, das sich bei 3000 U/min löst, wird zum Geschoss. Bei der Schweißqualität darf niemals gespart werden!

Methode 2: Massenabtrag (Bohren, Fräsen)

Diese Methode wird eingesetzt, wenn das Anbringen zusätzlicher Gewichte unerwünscht oder unmöglich ist.

Wann zu verwenden:

  • Bei Rotoren, bei denen vorstehende Teile nicht zulässig sind (Hochgeschwindigkeitsrotoren).
  • Bei Motorankern, Turbinenrotoren und Spindeln.
  • Wenn eine sehr präzise Korrektur erforderlich ist.

Wo gebohrt werden darf:

  • Speziell dafür vorgesehene Ansätze am Rotor.
  • Stirnflächen von Scheiben (außerhalb von Kerbspannungszonen).
  • Versteifungsrippen (sofern die Konstruktion es erlaubt).

Es ist streng verboten zu bohren:

  • Laufradschaufeln.
  • Dünnwandige Teile des Rotorgehäuses.
  • Zonen in der Nähe der Lagersitze oder Keilwellenverbindungen.

Methode 3: Anbringen abnehmbarer Gewichte (Schrauben, Klemmen)

Diese Methode ist praktisch für schnelle Korrekturen und dort, wo Schweißen nicht zulässig ist.

Wann zu verwenden:

  • Bei Rotoren mit vorhandenen Gewindebohrungen für Auswuchtschrauben.
  • Bei Fahrzeugfelgen (Klemm-Auswuchtgewichte).
  • Wenn häufiges Nachauswuchten erforderlich ist.

Wichtige Punkte:

  • Hochfeste Befestigungsmittel verwenden (Festigkeitsklasse 8.8 und höher).
  • Immer Unterlegscheiben oder Schraubensicherungsmittel (z. B. Loctite) verwenden, um ein Lösen des Befestigungsmittels durch Schwingungen zu verhindern.

Arbeitssicherheit

Das Arbeiten mit Korrektionsgewichten erfordert die strikte Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.

  • Alle Arbeiten zum Anbringen und Entfernen von Gewichten erfolgen ausschließlich an vollständig gestoppten und gesicherten Anlagen (LOTO-Verfahren).
  • Beim Schweißen sind alle Brandschutzmaßnahmen einzuhalten.
  • Nach dem Anbringen eines Gewichts ist sicherzustellen, dass es keine stationären Teile des Gehäuses berührt.

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Schnell-Checkliste

  • Stahlplatten rundum auf Stahl-/Graugussrotoren aufschweissen
  • Schweissflaechen bis auf blankes Metall reinigen
  • Nur Nasen, Scheibenstirnflaechen oder Rippen bohren
  • Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8+ mit Schraubensicherung verwenden
  • Nur an stillgelegter, gesicherter Anlage arbeiten (LOTO)
  • Sicherstellen, dass angebrachte Masse keine statioenaeren Gehaeuseteile beruehrt
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